Nokton 0,95/25mm MFTschwarz

Im Netz findet man viele Informationen über dieses Objektiv; Bilder, die damit aufgenommen sind, gibt es auch zahlreich. Deshalb beschränke ich mich auf Fragen der Bedienung, die meiner Meinung nach in den Besprechungen nicht ganz deutlich werden. An einer Pen E-P2 von Olympus funktioniert die Belichtung am Besten mit Zeitautomatik (A). Dann wird im Sucher die Zeit eingeblendet, die die Kamera automatisch wählt, der Blendenwert ist nur ein Strich, weil die Kamera ja nichts elektronisch vermittelt bekommt. Den Blendenring kann man beliebig manuell einstellen, die Kamera reagiert dementsprechend mit einer passenden Zeit. Wenn man abblendet, wird das Sucherbild nicht dunkler, weil die Kamera die Helligkeit automatisch anpasst. Dabei kann man deutlich die sich verändernde Schärfentiefe live verfolgen, was für die Bildgestaltung wunderbar ist. Abends ist das Display bei Blende 16 dann natürlich verrauscht, bei angemessenen Blendenwerten bleibt es klar und das Scharfstellen ist auch bei sehr wenig Licht gut möglich. Über- und Unterbelichtung funktionieren auch problemlos, ebenso wie die rein manuelle Belichtung. Mit elektronischem Aufstecksucher und der Lupenfunktion ist das Scharfstellen mit etwas Übung kein Problem. Wer sich beim Fotografieren etwas Zeit nimmt (und das manuelle Scharfstellen kann mit Übung ganz schön schnell gehen) und die geringe Schärfentiefe als Ausdrucksmittel schätzt, für den ist das Objektiv eine hervorragende Lösung. Ich konnte auch tagsüber mit einer 4000stel Sekunde bei bedecktem Himmel noch mit der Blende 0.95 arbeiten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen