Ich habe mir die TZ 18 als Zweitkamera gekauft, wenn die Spiegelreflex aus Platz- oder Gewichtsgründen zu Hause bleibt. Ich habe den Kauf bisher nicht bereut.
Das Gerät ist zwar nicht hemden- oder hosentaschentauglich, in die Jackentasche aber passt es gut hinein.
Anschalten und Loslegen: Die Knöpflein und Schalterchen sind weniger geeignet für große Pranken - mit Fingerspitzen und -nägeln aber geht's nach kurzer Gewöhnung ganz gut.
Einstellen: Auch ich bin (wie einer meiner Vor-Rezensenten) ein ISO-100-Fotograf mit Blenden-Priorität und "Blitz-Aus". Auch eine leichte Unterbelichtung muss sein (1/3 Blende), da mir sonst die Bilder zu hell sind (Vielen Dank für die Tipps, elchfan).
Mit dem großen Display kann man das Motiv gut anvisieren - sofern man die Sonne im Rücken hat. Da ich gern mit Gegen- oder Seitenlicht fotografiere, sehe ich auf der Mattscheibe (Spieglein, Spieglein ...) nur mein eigenes Gesicht. Und das ist nicht sehr schön. Da hilft nur: Kamera mit einer Hand halten, mit der anderen mittels Mütze oder Zeitungsblatt einen Schatten werfen, dann ist das Motiv zumindest schemenartig erahnbar. Der Autofokus macht den Rest. Klick.
Wer einen Sucher haben möchte, der darf sich eine solche Kamera nicht kaufen. Das habe ich aber vorher gewusst, und daher gibt's auch keinen (Stern-)Abzug.
Ach ja, die Auflösung des Displays: Die reicht mir locker, da ich die Bilder sowieso erst am Rechner per Bildschirm beurteile. Da gibt's m.E. nichts zu meckern.
Jetzt aber die Hauptsache: die Bilder. Die sind in Anbetracht des kleinen Sensors und der hohen Pixelzahl erstaunlich gut. ISO 100, wie gesagt (und ausprobiert). Ein Bummel durch die Altstadt von Regensburg erbrachte fast keinen Ausschuss. Abends, am Rechner, große Zufriedenheit.
Fazit: keine "Kamera" zum genussvollen Aufnehmen von Bildern, wohl aber ein praktisches, feines "Knipserlein" zum Immerdabeihaben, damit einem kein Foto mehr entgeht.
Oder zumindest fast keins.

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