Zusammengefasst meine Punkteverteilung:
Bildqualität: 5 (ohne ISO-Auto)
GPS-Funktion: 2
Ich möchte in meiner (übrigens ersten) Rezension mehr auf die GPS Funktion eingehen, die ja für Canon mit diesem Modell eine Neuigkeit darstellt. Und meiner Meinung nach dabei nicht soviel richtig gut gemacht haben.
Dies ist meine 5. digitale Kompaktkamera aus dem Hause Canon. Ich fotografiere nie im vollen Automatik-Modus sondern hauptsächlich in der Programmautomatik "P".
Zur Bildqualität:
Einwandfrei in hellen Umgebungen und bemerkenswert was sich in diesem Kamerasegment in den letzten Jahren mit hohen ISO-Zahlen getan hat. ISO 400 ist noch durchaus brauchbar und auch ISO 800 ist - wenn man nicht allzuviele dunkle Bildanteile hat - bei normaler Bildschirmauflösung noch akzeptabel. Darüber lässt es deutlich nach.
Nicht optimal gelöst ist meiner Meinung nach die Tatsache, dass es neben einer manuellen ISO-Einstellung nur einen ISO-Automatik Modus gibt der sich nicht limitieren lässt ("früher" gab es ISO-Auto und ISO-High-Auto). Denn der jetzige ISO-Automatikmodus geht recht schnell auf >1000 ISO was nicht wirklich spannend aussieht. Schade dass man das nicht limitieren kann, denn das kleine Objektiv ist nicht besonders lichtstark und so muss man des Öfteren die ISO Zahl manuell verstellen wenn man wie ich die ISO-Automatik nicht will.
Und nun zur GPS Funktion:
Die Fa. Canon ist mit dieser Funktion nicht die Erste auf dem Markt, aber gelernt haben sie scheinbar auch nix.
Positives dazu: eigentlich NIX
Negatives dazu - Sehr vieles:
1. Die Cam zeichnet nur Koordinaten und Höhe auf. Sonst nix. Keine Blickrichtung. Für das, das jedes mittelmässige Handy heutzutage einen Kompass eingebaut hat ist das schwach für eine nagelneue Kamera.
2. GPS-Suchdauer für eine Schnappschuss-Cam inakzeptabel. Liegt die Kamera ein paar Minuten ausgeschaltet da, benötigt sie ca. 2min um die Satelliten wieder zu finden (freier Himmel!)
Dies lässt sich u.U. umgehen wenn man sie im Tracking-Modus belässt, dann ist aber der Akku in einem halben Tag leergelutscht (lt. Handbuch)
3. Die Koordinaten werden zwar im Display im Anzeigemodus angezeigt, das wars aber auch schon. Eine Landkarte o.ä. gibt es nicht.
4. Die mitgelieferte Maps-Software von Canon kann, außer einen roten PIN auf Google Maps zu setzen wo das Bild aufgenommen wurde, nicht viel mehr (Tracks anzeigen noch). Das kann man auch in Google Earth machen.
5. Hat die Kamera Satelliten gefunden, behält sie die letzten Koordinaten auch z.B. in Räumen so lange bei und schreibt sie in nachfolgende Fotos, wie die Cam eingeschaltet bleibt.
Schaltet man die Kamera ohne Empfang ein, schreibt sie auch keine Koordinaten ins Foto. Immerhin.
Über die Akkulaufzeit kann ich nicht viel sagen, da die ständige Rumspielerei nicht sehr repräsentativ für die Praxistauglichkeit ist. Den Video-Modus habe ich nocht nicht probiert. Die Fotos über das von Amazon geschenkte Mini-HDMI Kabel (Sonderaktion) auf dem 40" LCD sehen auch sehr gut aus.
Der beim Einschalten automatisch ausklappende Blitz bleibt drin, wenn man den Finger drauf lässt. Das manuelle Rausklappen des Blitzes ist etwas schwergängig. Der Zoom hat 2 Stufen, ist aber nicht sonderlich schnell.
Mein Fazit:
Von der GPS Funktion sollte man sich nicht zuviel versprechen. Wie z.B. im Urlaub, ständig die Cam aus der Tasche holen, Foto machen und wieder einstecken wird aller Voraussicht nach zu Fotos ohne Koordinaten führen da das Gerät erstmal 2min lang braucht um Satelliten zu finden.
Die Bildqualität ist sehr gut, solange man sich nicht auf nur die ISO-Automatik beschränkt.
Die SX220 tut es damit eigentlich auch...

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen