Pentax K-r SLR-Digitalkamera (12 Megapixel, Live View, HD Video) Kit inkl. DA L 18-55mm Objektiv weiß

Meine Meinung, die Diafotografie liefere bessere Bilder als eine für mich erschwingliche Digitalkamera, könnte sich mit der K-r ändern. In den letzten Jahren machte ich Fotos mit einer Hobbydigiknipse, aber wenn es wirklich wichtig war, parallel dazu ein paar Dias.

Enttäuschung beim Auspacken: Amazons Satz "Ladegerät und Adapter gehören ebenso zur Serienausstattung wie ein Batterieadapter." ist schlichtweg falsch! Der laut mancher Internet-Beschreibungen mitgelieferte Batteriekorb befindet sich nicht im Paket, mit so einer Firmenpolitik trägt Pentax nicht gerade zur Verbreitung des Gerätes bei. Ich kenne eine ganze Menge von Leuten, die standardisierte Akkus den üblichen Stomversorgungs-Sonderkonstruktionen vorziehen. Einzelne Batteriekörbe waren erst sehr spät im Handel erhältlich, auf alle Fälle muss der Akkufreund zum hier angegebenen Kaufpreis ein solches überteuertes Teil dazurechnen. Vielleicht hätte Pentax auch eine einfache Sonnenblende spendieren können, das geht billig herzustellen und bei den Kit-Objektiven sitzen die Frontlinsen wirklich weit vorn.

Die Menüführung der K-r ist logisch, allerdings hätte das Kreuzrad (oder wie man das nennt) ein kleines bisschen größer ausfallen dürfen. Der Stabilisator erledigt seine Arbeit hervorragend, 1/4 aus der Hand gelingt oft. Die Kit-Objektive sind keine Profi-Qualität, aber für Kits überdurchschnittlich gut. Mit dem Normalobjektiv komme ich im gesamten Zoombereich bis unter 15 cm heran, obwohl in der Produktbeschreibung von 25 cm die Rede ist. Die Brillanz der Fotos bei den Standardeinstellungen entspricht etwa der Farbwiedergabe, wie man sie von guten Diafilmen kennt. Einige Beispielfotos auf der Handbuch-CD haben einen klecksblauen Himmel, aber mit so einer Abstimmung kann man bei der Nachbearbeitung mehr anfangen als mit zu fahlem Rohmaterial. Die Anzeige des Energievorrates funktioniert sehr gut, von anderen Fotoapparaten kannte ich bisher überwiegend einen ziemlich abrupten Wechsel von VOLL auf ABSCHALTEN. Gute Standardakkus im Batteriekorb halten länger als der Spezialakku, ein drei Jahre alter Satz Eneloops geht aber auch ziemlich schnell in die Knie. Die beiliegende RAW-Software versteht nicht nur das Pentax-Format PEF, sondern auch das Adobe-Format DNG. Alternativ dazu bietet sich RAW Therapee an, freie Software von Gabor Horvath. Auf eine Bildbearbeitung schon in der Kamera könnte ich verzichten, auch HDR gelingt mit PC-Software besser.

Wichtiger Vorteil gegenüber dem älteren Schwestermodell K-x: Der Autofokuspunkt wird angezeigt! Überhaupt bekommt man den Eindruck, dass Pentax die Wunschliste von den Kunden der K-x ernst genommen hat.

Nachteile gegenüber den teuereren Brüdern K-5 und K-7: Für mich kein Anreiz, noch länger zu sparen. Laut Herstellerangaben sind die beiden beispielsweise besser abgedichtet, aber ich lege solche Technik sowieso nicht in der Pfütze ab. Von der Pixelzahl sollte man sich nicht verwirren lassen, alle mir bekannten Tests bescheinigen beispielsweise der K-x eine bessere Bildqualität als der K-7. Na ja, Wasserwaage wäre nicht schlecht. Klappdisplay und GPS würden bei mir noch dicke Pluspunkte bringen, das gibts aber auch bei den teuereren Brüdern nicht.

Ein farbiges Gehäuse hielt ich übrigens auch schon mal in der Hand, damit will Pentax offensichtlich modebewusste Käufer ansprechen. Auf mich wirkte das wie angemaltes Blech, die schwarze Kamera macht einen wesentlich solideren Eindruck. Auch ist der Gedanke wohl nicht ganz abwegig, ein farbiges Gehäuse könnte bei Makroaufnahmen Reflexionen auf das Motiv werfen.

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