Olympus SP-600UZ Digitalkamera (12 Megapixel, 15-fach Zoom, 6,9 cm (2,7 Zoll) Display, 1GB intern Speicher) Titanium Silver

Vor allem der Super-Makro Modus hat mich begeistert. Hier zoomt das Objektiv heran und stellt eine nahe Bildebene scharf. So kann man sehr schöne Nahaufnahmen machen. Diese wirken durch den sehr guten Helligkeitsausgleich der Kamera sehr toll. Man muss aber durch das heran Zoomen auf Wackler aufpassen. Das Beste hierbei wäre ein Stativ.

Bei schummerigem Licht wirken Bilder unnatürlich farbintensiv und matschig, der Blitz gleicht das perfekt aus. Die Party-Bilder wirken nicht "abfotografiert", sondern relativ natürlich. Das schöne ist, dass der Blitz bei Aufklappen des Blitzes aktiviert wird, bei Zuklappen deaktiviert. Somit hat man schnellen Zugriff auf den Blitz, ohne irgendetwas im Menü umständlich umstellen zu müssen.

Es gibt auch Automatische Modi (komplett Automatische Bilderkennung, aber auch Szenenbezogene Einstellung, z.B. schnelle Bewegungen). Allerdings nutze ich nur den Manuellen Modus, da sich hier alles selbst perfekt und schnell Einstellen lässt, denn das Menü erschließt sich innerhalb von wenigen Minuten. Spielereien, wie der Skizzen-Modus oder Comic-Modus sind verfügbar, Bildeffekte wie Sepia/ Schwarz-Weiß sind in der integrierten Bild-Bearbeitungs-Software enthalten, sowie Zuschneiden oder Bildgrößen-Anpassung.

Der Videomodus macht erstaunlich gute Videos. Sie sind leicht bedienbar durch einen einzigen Knopfdruck und sehr gut aufgelöst bei einem 22' Bildschirm, allerdings wirken Videos in schummerigen Lichtverhältnissen grobkörnig (ähnlich hohem ISO). Mikrofon ist durchschnittlich (leichtes Rauschen und mittlere Sprechqualität). Mit diesem kann man aber zu Fotos einen Audiokommentar hinzufügen, um sich z.B. später daran zu erinnern, wozu man dieses gemacht hat.

Olympus liefert eine sehr gute und durchdachte Bild-Verwaltungs-Software zur Kamera. Diese hat mich wirklich überrascht und ist auch ohne die Kamera, als reine Bild-Verwaltung sehr nützlich.

Allerdings finde ich die Entscheidungen Batterien statt Akkus (z.B. Lithium-Ionen) zu nehmen nicht sehr gut von Olympus. Die Batterien machen die Kamera zudem auch sehr schwer, da es 4 AA Batterien sind. Wenigstens liegen 4 relativ hochwertige davon bei.
Der Stromverbrauch ist durchschnittlich hoch. Man kann bei ständiger Benutzung einige Tage durchhalten.
Aber Achtung: Manche Batterien funktionieren nur bedingt! Ein paar preiswerte Mignon Batterien (R6), welche ich benutzte, hatten die Folge, dass die Kamera beim Fotografieren neu gestartet wurde. Mann sollte auf jeden Fall LR6 Batterien benutzen!
Am besten besorgt man sich aber ein paar hochwertige Akkus. Dazu benötigt man aber unbedingt ein Akku-Ladegerät, da die Kamera selbst keine Akkus laden kann. Dies hat den Vorteil, dass die Batterien nicht bei jedem Anschließen der Kamera an den PC unwillkürlich und sporadisch geladen werden und sich dadurch abnutzen. Allerdings bringt es die Investition in ein zusätzliches Ladegerät mit sich.

Zudem fehlt mir eine Tasche zum Transport. Hier hätte man eine kleine platzsparende Tasche beilegen können. (Ist aber bei den meisten Herstellern nicht dabei.)

Auch bin ich etwas skeptisch, ob ich die mini-USB Klappe, welche gummiartig ist, nicht irgendwann in Ungeduld darauf, meine Bilder auf den PC zu bekommen abreißen werde.
Der Batterien- und gleichzeitig SD-Karten- Deckel wirkt sehr zuverlässig und sicher, auch wenn er aus Plastik besteht. Meine SDHC 4GB Karte wurde ohne Probleme angenommen und tut Ihren Dienst hervorragend.

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