- Sehr handlich. Im direkten Vergleich ist sie mit Kit-Objektiv 14/42 kaum größer als meine alte FZ8 mit Sonnenblende. Für mich ein entscheidender Grund. Was nutzt mir eine super Kamera, wenn ich sie nicht dabei habe, wenn es spannend wird. Im Urlaub oder auf einer Wanderung geht es bei mir nicht nur ums Fotografieren. Da muß die Kamera einfach so mitlaufen und auch mal in die Jackentasche passen.
- Im Gegensatz zu den meisten "Systemkameras" hat die G3 einen Sucher. Es wird häufig bemerkt, daß dieser bei wenig Licht nicht so gut arbeitet. Kann schon sein, aber da braucht man ihn meist auch nicht. Wichtig wird der Sucher vor allem, wenn es so hell ist, daß man auf dem Display nichts mehr sieht. Und da tut er seinen Job wirklich gut.
- Für mich ein nettes Add-On ist die Video-Funktion. Im direkten Vergleich mit einem hochwerigen AVHCD-Rekorder von Canon wurden die Dateien bei gleicher Qualität ca. 15% größer. Aber der Rekorder hat ja auch ein paar hunder Euro mehr gekostet und ist hier sozusagen kostenlos dabei. Für NiceToHave also gar nicht so schlecht.
- Wirklich überragend ist für mich die Bildqualität. Bei voller Auflösung noch meist pixelscharf. Da habe ich schon Bilder von "großen" Kameras gesehen, die deutlich schlechter waren. Auch bei hohen Iso-Werten sind die Ergebnisse meist ziemlich brauchbar. Nach meiner Einschätzung können da viele Spiegelreflexkameras in dieser Preisklasse gar nicht mithalten.
- Ein Punkt, der leider selten erwähnt wird, ist aber die Farbqualität. Gerade Kompaktkameras neigen dazu, Farben eher unzuverlässig widerzugeben. Bisher dachte ich, dass meine FZ8 da schon ganz brauchbar wäre. Aber es ist absolut kein Vergleich mit den differenzierten Farben, die die G3 produziert. Auch unter schlechten Lichtverhältnissen und Mischlicht sind die Farben klar und geben die Stimmung sehr gut wieder. Ich habe bisher auch keine "Ausreisser" z.B. bei intensiven Rot- oder Grüntönen bemerkt.
- Es stimmt, daß der automatische Weißabgleich nicht sehr gut arbeitet. Insbesondere bei Licht aus Energiesparlampen stellt die Kamera einen zu warmen Ton ein. Alle Farbeinstellungen (also auch die vorbelegten Modi z.B. für Glühlampenlicht) lassen sich aber sehr schnell und intuitiv anpassen. Und diese Einstellungen bleiben beim ausschalten erhalten. Wem also die Abstimmung ab Werk zu warm oder kalt ist, der ist nicht aufgeschmissen.
- Der drehbare Touch-Screen ist nicht nur praktisch für besondere Perspektiven oder Selbstportraits, er schützt das Display beim Transport. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
- Apropos Touch: Dieser Teil des Bedienkonzeptes ist wirklich Zucker! Mit einem Tippen läßt sich der Focuspunkt im Bild verschieben. In Verbindung mit dem rasend schnellen und recht zuverlässigen Autofocus eine geniale Kombination. Das ist ein echter Sprung nach vorn. Auf Wunsch kann auch gleich die Belichtung an den Focuspunkt gekoppelt werden, was extremen Situationen eine große Erleichterung ist. Da macht es richtig Spaß, mit Unschärfen zu spielen.
- Die Menues sind in der Tat sehr länglich und unüberlichtlich. Mir ist auch nicht ganz klar, nach welchen Kriterien die Punkte den verschiedenen Rec-, Individual- und Setup-Menues zugeordnet wurden. Das ist allerings auch nicht ganz so schlimm, da es ein Quick-Menue gibt, in dem man sich die wichtigsten zusammenstellen kann. Das Quick-Menue kann maximal 15 beliebige Optionen in beliebiger Reihenfolge aufnehmen. Sucht man sich die wichtigsten 10 Punkte raus, dann kann man diese mit jeweils mit einem Tastendruck und einem Dreh am Control-Rad erreichen. Das erinnert ein wenig an die Ribbons von Microsoft, hat hier aber mal einen Sinn und ist wirklich praktisch. Im normalen Alltag braucht man die Menues also meist nicht.
- Hat man mal eine besondere Einstellung gefunden, dann gibt es 4 Speicherplätze, auf denen sich diese speichern lassen. Den ersten erreicht man als C1 auf dem Modus-Wahlrad, die nummern 2-4 können in der Position C2 abgerufen werden, welche davon stellt man im Menue ein. Man hat also stets 2 feste Vorbelegungen, die man mit einem Dreh erreichen kann. Das ist gar nicht dumm, wenn es mal schnell gehen muss.

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