Nikon D7000 SLR-Digitalkamera (16 Megapixel, 39 AF-Punkte, LiveView, Full-HD-Video) Gehäuse

Ich habe die D7000 gekauft, weil sie gegenüber meiner D200 laut Beschreibung und Bewertungen im Internet endlich einen Generationswechsel darstellt. Die vorherigen Modelle waren mir alle noch zu nah an der D200, als daß sich ein Umstieg gelohnt hätte.
Ist es jetzt tatsächlich der erhoffte Generationswechsel?
Ja, er ist es.

Die Features, die gegenüber der D200 völlig neu sind, mag jeder selbst bewerten: HD-Video-Aufnahme (dafür habe ich eine gute Videocam), ausgefeilte Bildbearbeitung in der Camera (brauche ich nicht - ich fotografiere RAW und mache den Rest mit Lightroom), Sensorreinigung (die habe ich tatsächlich schon vermisst), Akkulaufzeit (ist wirklich erheblich länger, aber es gibt momentan aber keine no-names für die D7000), die Motivprogramme (die werde ich für simple Familienfotos zu schätzen wissen, glaube ich), die zwei Custom-Settings (endlich eine praktikable Speichermöglichkeit für Camera-Einstellungen, so wie sie die Minolta 7D schon vor 8 Jahren hatte!!!), u.s.w.

Was ich sofort und ausführlich getestet habe: Bildqualität/Auflösung und ISO-Verhalten.

Bildqualität/Auflösung:
definitv ein deutlicher Fortschritt. Vergleichsaufnahmen zeigen einen spürbaren Schritt zwischen 10MP und 16MP. Die D7000 hat eine ähnliche Bildqualität die D200 (Schärfe, Kontrast ...) - aber eben mit 16MP statt 10MP. Das merkt man. Ausschnittvergrößerungen, auf die selbe Größe hochgerechnet, sprechen eine deutliche Sprache.

ISO-Verhalten:
das hat mich am meisten beeindruckt: bis ISO800 für meine Bedürfnisse absolut o.k., bis 1600 gut brauchbar. Bei der D200 habe ich nur bis ISO 200 benutzt - alles andere war mir zu grieselig. Die D7000 läßt sich bedenkenlos bis ISO400, fast ohne Bedenken bis ISO 800 nutzen. Das bringt viel. siehe auch nächster Punkt.

Objektive/Verwacklung:
die D7000 bringt mich allerdings dazu, mein Objektivportfolio zu überarbeiten. Den Sensor der D7000 nutzt man nur aus, wenn man die entsprechenden Linsen anschraubt. Es hat sich bei meinen Tests recht schnell herausgestellt, daß einige meiner Objektive mit der Auflösung nicht mehr mithalten können. Wenn man eher zweitklassige Objektive besitzt, sollte man das in die Rechnung miteinbeziehen... Ich werde einige aussortieren, und einige neu kaufen. Das gute alte 18-200VR hat sich übrigens sehr gut geschlagen. Das behalte ich auf jeden Fall.
Verwacklung: auch geringe Verwacklung macht dem Auflösungsgewinn den sofortigen Garaus. VR-Objektive sind gut, und die ISO-Stärke der D7000 sollte man ggf. nutzen, um Freihand-Aufnahmen bei nicht optimalen Verhältnissen zu machen.

Weiterer Aspekt:
die D7000 ist kompakter und erheblich leichter als die D200 - obwohl sie besser ist. Schön. Ausser für die, die eine große & schwere 'rumschleppen, um Eindruck zu schinden.

Alles in allem:
Ich behalte die D7000. Und investiere in neue Objektive. Ich bin allerdings auch ein Perfektionist, der Fotos nicht nur für's Album, sondern auch für Agenturen und die Firma schiesst. Wer nur Fotoalben macht, kann getrost bei 10MP bleiben. Wer höhere, semiprofessionelle Ansprüche stellt, aber mit der gleichen Cam auch privat fotografiert, für den ist die D7000 m.E. eine sehr gute Wahl.


update zur Videofunktion:
jetzt habe ich die Videoeigenschaften doch mal getestet:
die Bildqualität ist o.k., der Autofokus irrt nur manchmal im Nirwana. Am besten ist es noch im Weitwinkelbereich, da macht es nichts aus. Oder den Autofokus ganz abschalten, und ggf. manuell fokussieren. Nicht vom Weitwinkel in den Telebereich zoomen - dann wird's immer unscharf.
Den VR beim Objektiv unbedingt abschalten! Der knistert ins Mikrophon - das stört sehr! Oder, wenn VR wichtig ist, ein externes Mikro verwenden, aber das nicht auf den Blitzschuh setzen - da knistert es nur etwas leiser. Ohne VR hat man natürlich ein Problem - es wackelt.
Wie gedacht: die Videofunktion ist für meine Bedürfnisse nur eine Notlösung, wenn mal gar keine Videocam zur Verfügung steht. Dann aber auf's Stativ und VR abschalten.
Was durchaus Sinn und Spaß macht, ist Video mit Extremweitwinkel: das haben die meisten Videocameras nicht - und die Defizite kommen nicht zum tragen (AF und VR braucht man nicht).

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